Geschichte
1998 - Die erste Idee
Der Freie Narrenring Donzdorf (FND) wurde erstmals im Jahr 1998 erwähnt. In diesem Jahr schlossen sich mehrere Donzdorfer Narrenzünfte zusammen, um die Gemeinschaft zu stärken und die Fasnet in Donzdorf gemeinsam zu gestalten. So geht aus einem internen Protokoll der Sitzung vom 18.11.1998 hervor, dass der FND zunächst aus folgenden Donzdorfer Zünften bestand:
- NZ Donzdorfer Hexen
- NZ Donzdorfer Schlossgoischdr
- NZ Donzdorfer Häfales Schemma
- NZ Holzbrockeler Winzingen
- NZ Reichenbacher Moschdschlozer
- 1.Donzdorfer Guggamusigg

Das zentrale Ziel des Freien Narrenrings war es von Beginn an, gemeinsame brauchtümliche Veranstaltungen durchzuführen und die schwäbisch-alemannische Fasnet in Donzdorf nachhaltig zu festigen und zu fördern. Durch den Zusammenschluss sollte nicht nur das örtliche Brauchtum gestärkt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl zwischen den einzelnen Zünften vertieft werden.
Ein weiterer wichtiger Beweggrund für die Gründung des FND war der Wunsch, sich bei auswärtigen Umzügen geschlossen zu präsentieren. Um dies zu ermöglichen, wurden innerhalb des Narrenrings gemeinsame Busfahrten sowie die Koordination der Umzugsorte organisiert. Dies erleichterte die Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb Donzdorfs erheblich und trug dazu bei, den FND als starke Gemeinschaft nach außen sichtbar zu machen.
Diese Sichtbarkeit sollte gestützt werden durch das gemeinsame Vereinsloge bestehend aus dem Donzdorfer Stadtwappen im Kern. Umrandet wurde das Stadtwappen mit 7 Sternen, die für die einzelnen Gründungszünfte (NZ Donzdorfer Hexen, NZ Donzdorfer Schlossgoischdr, NZ Donzdorfer Häfales Schemma, NZ Holzbrockeler Winzingen, NZ Reichenbacher Moschdschlozer, 1.Donzdorfer Guggamusigg, NZ Donzdorfer Fleckle) stehen sollten. Am äußeren Rand verläuft ein Kreis mit der umlaufenden Schrift „FREIER NARRENRING DONZDORF“ in Großbuchstaben. Dieser Ring soll den Zusammenhalt der Donzdorfer Zünfte symbolisieren.
Wappen Freier Narrenring Donzdorf
2000 bis 2023 - Aufbruch, Wandel & neues Zusammenwachsen
Im Jahr 2000 war es schließlich so weit, „Der Freie Narrenring Donzdorf“ veranstaltete erstmals gemeinsam einen Brauchtumsabend. Am Samstag vor dem Donzdorfer Narrensprung fand dieser dann schließlich statt. Der Narrensprung selbst wird bis heute am Sonntag nach Dreikönig durchgeführt. Dieser erste gemeinsame Brauchtumsabend war ein voller Erfolg und blieb allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung.
In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Brauchtumsabende organisiert, die ebenfalls auf großen Zuspruch stießen. Doch nicht nur während der Fasnet war die Gemeinschaft aktiv, auch unter dem Jahr pflegte man das Miteinander, etwa bei gemeinsamen Wanderungen und geselligen Treffen. In dieser Zeit wuchs der FND weiter. Mit der Narrenzunft Donzdorfer Waldschrat schloss sich eine weitere Donzdorfer Zunft der Gemeinschaft an.
Mit der Zeit ließ das gemeinsame Engagement jedoch nach. Unstimmigkeiten zwischen den Vorständen führten dazu, dass sich viele Aktivitäten auflösten und letztlich nur noch die gemeinsamen Auswärtsfahrten zu Umzügen Bestand hatten. In der Folge konzentrierte sich jede Zunft wieder verstärkt auf ihre eigenen Veranstaltungen.
Erst ab dem Jahr 2018 ging ein neuer Ruck durch die Donzdorfer Zünfte. Jüngere Vorstände trennten bestehende „alte Zöpfe“ ab und wollten die Gemeinschaft wieder stärken. Der damalige 2. Vorstand der NZ Holzbrockeler Winzingen, Andreas Koch, hatte den Traum, dass alle Donzdorfer Zünfte unter dem Banner des FND laufen, um sich in Donzdorf als auch auswärts als starke Kraft zu präsentieren.
Auch aufgrund der weiterhin bestehenden gemeinsamen Busfahrten wuchs man wieder enger zusammen. Schnell war man sich einig, dass der FND mehr sein sollte als nur eine reine „Busfahrgemeinschaft“. Gemeinsame Aktivitäten unter dem Jahr, wie Wanderungen oder Besenbesuche, wurden wieder ins Leben gerufen und stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl nachhaltig.
Ein wichtiger Meilenstein folgte im Jahr 2020: Der FND entschied sich, eine Bewerbung für den Narrensprung der Alb-Donau-Region (ADR) im Jahr 2022 abzugeben. In diesem Narrenverbund ist auch die Mehrzahl der Donzdorfer Zünfte vertreten. Im Herbst 2020 erhielt man den Zuschlag für diese Großveranstaltung und bereits ab Oktober 2020 begannen die intensiven Planungen.
Zahlreiche Treffen und Termine bis in den November 2021 hinein stärkten die Gemeinschaft weiter. Es wurde viel diskutiert, geplant und vorbereitet. Verschiedene Arbeitsgruppen, in denen Vertreter aller Zünfte eingebunden waren, kümmerten sich um die Detailorganisation.
Leider machte die Corona-Pandemie auch vor dem FND nicht halt, sodass der geplante Narrensprung 2022 abgesagt werden musste. Trotz dieser Enttäuschung waren sich alle Vorstände einig, dass der eingeschlagene Weg richtig war und unbedingt fortgesetzt werden sollte.
Als sichtbares Zeichen dieses neuen Miteinanders fand im Sommer 2022 das erste FND-Sommerfest statt. Zunächst noch als internes Fest. Doch schon damals war klar, dass dies nicht das letzte seiner Art bleiben sollte.
Im Jahr 2023 folgte schließlich ein weiterer Höhepunkt: Das erste Narrenwochenende in Donzdorf, das vollständig gemeinsam durch den FND geplant und durchgeführt wurde. Diese Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg, sowohl bei den teilnehmenden Zünften als auch bei den zahlreichen Besuchern und der Stadt Donzdorf. Rund um die TG-Halle wurde am Samstag und Sonntag bis in die späten Abendstunden ausgelassen gefeiert.
Aufgrund dieses überwältigenden Erfolgs entschied der Freie Narrenring Donzdorf, das Narrenwochenende auch künftig in diesem Rahmen und Umfang weiterzuführen, als sichtbares Zeichen für gelebten Zusammenhalt, starke Gemeinschaft und die Pflege des närrischen Brauchtums in Donzdorf.
2024 - Gründungsjahr
Im Spätherbst 2024 war es schließlich so weit: ein weiterer bedeutender Eckpfeiler für die zukünftigen Planungen des Freien Narrenrings wurde gesetzt – die Vereinsgründung des FND. IN zahlreichen Sitzungen wurde gemeinsam eine Satzung, die zukünftige Grundlage für die Zusammenarbeit und Ausrichtung des Freien Narrenrings bildet, erarbeitet.
Am 05.11.2024 fand daraufhin die Gründungsversammlung des FND mit den jeweiligen Zunftmeistern sowie den Ehrenzunftmeistern statt. Zu den ersten Vorsitzenden, die den FND nach außen vertreten, wurden Andreas Koch und Andreas Gaugele gewählt. Im Freien Narrenring Donzdorf sind nach der Gründung folgende Zünfte vertreten:
- NZ Donzdorfer Hexen
- NZ Donzdorfer Schlossgoischdr
- NZ Donzdorfer Fleckle
- NZ Holzbrockeler Winzingen
- NZ Reichenbacher Moschdschlozer
Die Zünfte entschieden sich für ein neues Vereinslogo, das die einzelnen Zünfte stärker in den Vordergrund rückt.
Links oben ist in grün der Holzbrockeler aus Winzingen dargestellt. Rechts daneben ist der Schlossgoischd abgebildet. In der unteren Reihe zeigt sich die Donzdorfer Hexe. In der Mitte ist das Fleckle aus Donzdorf zu sehen. Vervollständigt wird das Logo durch den Moschdschlozer aus Reichenbach, der rechts unten abgebildet ist.
Im Vordergrund steht der gemeinsame Narrenruf „Messel – Stoi“. Der Messelstein, oder in Donzdorf auch „Messel-Stoi“ genannt, ist das Gebirge östlich von Donzdorf. Dieser steht symbolisch für die Verbundenheit zur Heimat und die Gemeinsamkeit der Zünfte.
Auf den FND und die Donzdorfer Fasnet 3 kräftige
Messel – Stoi
